Bernsteintinktur das Heilmittel aus der Natur - Kräuterkultur | Kräuterkultur
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Bernsteintinktur das Heilmittel aus der Natur

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Bernsteintinktur

Die Geschichte des Bernsteins

Bernstein Tinktur herstellen

Naturbernstein für die Berrnstein Tinktur

Bernstein, das Gold der Ostsee, ist dem Menschen seit Jahrtausenden bekannt und das fossile Harz wurde bereits in der Steinzeit zu Schmuck verarbeitet. Der klare bis undurchsichtige gelbliche Edelstein wird hauptsächlich im Ostseeraum und im Baltikum gewonnen, verbreitete sich aber im Laufe der Jahrhundert durch seine zunehmende Bedeutung als Handelsgut auch im Süden. In der Bronze- und Eisenzeit wurde Bernstein vor allem bei den Römern und Griechen als Tauschmittel, Grabbeigabe und Statussymbol immer beliebter. Bereits die Wikinger verwendeten Bernstein als Granulat in Salben sowie als Räucherwerk.
Die heilende Wirkung des Bernsteins wurde in der Antike mit der Entdeckung seiner elektrostatischen Eigenschaften herausgefunden. Schon zu dieser Zeit wurde erforscht, dass Bernstein ähnlich wie ein Magnet funktioniert und somit Krankheitserreger anzieht und bindet. Mystik und Heilkunde vermischen sich hier. Da für die Kräfte des Edelsteins keine verständliche Erklärung vorlag, wurde Bernstein als Dämonenabwehrer in Amuletten und kultischen Schmuckstücken getragen. Heilkundige und Gelehrte wie Hildegard von Bingen und Andreas Aurifaber halten den Bernstein ausführlich als Heilmittel gegen eine Vielzahl von körperlichen und seelischen Erkrankungen fest. Das fossile Harz wurde durch seine antibakterielle und desinfizierende Wirkung als natürliches Antiseptikum für Wunden und Entzündungen verwendet sowie als Stimmungsaufheller bei Trauer, Niedergeschlagenheit und Angstzuständen. Im Mittelalter wurde weißer Bernstein als vorbeugende Maßnahme gegen die Pest verstanden und wurde folglich als begehrtes Heilmittel gehandelt. Später lassen sich detaillierte Rezepturen für Bernstein in Salben und Aufgüssen für äußere und innere Anwendungen finden. Aus dieser Zeit stammt auch die weite Verbreitung von Bernsteintinkturen, -ölen, -pulver und -wasser.

Die Herstellung einer Bernsteintinktur
Zur Herstellung einer Bernsteintinktur werden Rohbernsteingranulat und 90% bis 95%iger Alkohol benötigt. Hierfür werden in eine dunkle, vorzugsweise braune, Glasflasche 50 g Granulat gefüllt und mit etwa 0,25 ml des Alkohols übergossen. Anschließend muss die Mischung zehn Tage zum Ziehen luftdicht verschlossen sein. Der Bernstein wird während dieser Zeit im hochprozentigen Alkohol leicht angelöst und setzt ätherische und harzige Substanzen frei. Im Regelfall lösen sich die kleinsten Steinchen komplett auf. Die fertige Tinktur riecht und schmeckt harzig.
Bernsteingranulat wird häufig als räucherfertiges Granulat angeboten. Alternativ können gröbere Steine mit einem Mörser problemlos zerkleinert werden. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die Steine unbearbeitet und ungefärbt sind. Je naturbelassener der Stein, desto besser, denn Schleifen und Formen hat Auswirkungen auf die spätere Wirksamkeit.

Anwendung und Wirkung
Chemisch betrachtet besteht Bernstein aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Schwefel und Asche. All diese Elemente gelten als Grundelemente des Lebens und dienen so dem Aufbau gesunder Zellen und der Zellerneuerung. Bernsteintinkturen gelten als Vitalmittel und helfen im Allgemeinen bei der Stärkung des Körpers und des Immunsystems. Sie kommen daher insbesondere bei Grippen, Entzündungen und Infektionen zum Einsatz. Die Wirkweise der Tinktur ist stark abhängig von der Art der Verabreichung. Bernstein wird sowohl bei akuten als auch bei chronischen Beschwerden eingesetzt. Ebenso findet er bei der Behandlung von seelischen Erkrankungen wie Depressionen, Hysterie und Niedergeschlagenheit Verwendung.
Nimmt man die Tinktur innerlich und in Tropfenform ein, werden nur wenige Tropfen benötigt. In diesem Fall werden drei bis fünf Tropfen täglich in Getränke gegeben. Am beliebtesten ist hier Tee. Bei täglicher Anwendung bekämpft die Tinktur Erkältungssymptome, senkt Fieber und lindert Kopf-, Ohren- und Gliederschmerzen ebenso wie Muskel- und Knochenbeschwerden. Ebenso kann die tägliche Einnahme positive Auswirkungen auf die Stimmung haben. Bernstein wirkt ausgleichend und fördert die innere Harmonie.
Äußerlich ist die Anwendung von in Bernsteintinktur getränkten Umschlägen sehr beliebt, insbesondere bei äußeren Verletzungen mit Entzündungen sowie bei bakteriellen oder viralen Infektionen. Bernsteintinkturen finden auch bei Pilzinfektionen, vor allem bei Fußpilz Verwendung.
Bereits das Einatmen des ätherischen und harzigen Geruchs lindert Anfälle von Epilepsie. Mehrmaliges Einreiben von Stirn und Schläfe entspannt, beruhigt und wirkt schmerzlindernd bei migräneartigen Kopfschmerzen, während punktuelles Einreiben der betroffenen Stellen rheumatische Symptome und Muskelverspannungen lindert.

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